Heilpädagogik

Heilpädagogische Arbeit beinhaltet alle pädagogischen und therapeutischen Hilfen für Kinder und Jugendliche, die aufgrund einer Beeinträchtigung oder Behinderung nicht die Entwicklungsstufe und Selbstentfaltung erreichen, die ihnen möglich wäre. Eltern haben eine Vorstellung, Wünsche und Hoffnungen für ihr Kind und dann tritt ein Ereigniss ein, das die gesamte Entwicklung des Kindes verändert.
Manche Kinder werden in ihrem Verhalten auffällig, andere Kinder erscheinen in ihrer Gesamtentwicklung verlangsamt oder beeinträchtigt. Heilpädagogen begleiten Kinder mit erschwerenden Lebensbedingungen auf ihrem Lebensweg und versuchen ihnen und ihren Eltern Wegweiser und Wegbegleiter zu sein. Dabei stehen die drei sich ergänzenden Handlungseinheiten Befunderhebung, Behandlung und Beratung im Vordergrund.

Beispiele für Indikationen:

  • Schwierigkeiten in der Kontaktaufnahme mit anderen Kindern
  • Ängste
  • Aggressivität
  • Auffallende Unruhe
  • Sehr ruhiges, zurückgezogenes Verhalten
  • Allgemeine Entwicklungsverzögerung
  • Schwierigkeiten bei der Verarbeitung schwerer Lebensumstände
    (z.B Trennung der Eltern, Tod einer Bezugsperson)
  • Essstörungen, Schlafstörungen oder andere psychosomatische Störungen

Befunderhebung:

  • Anamneseerhebung
  • Tiefenpsychologisch orientierte projektive Diagnostik
  • Entwicklungsdiagnostik mit standardisierten Verfahren
  • Spiel- und Verhaltensbeobachtung

z.B. mittels

  • szenischem Verstehen+förderndem Dialog
  • Märchenarbeit
  • Sandspiel
  • malen
  • Lebenslaufgestaltung
  • Gespräch
  • Genogrammarbeit
  • heilpädagogische Übungsbehandlung

Beratung:

  • Anliegen der Eltern klären
  • Handlungsalternativen im erzieherischen Alltag entwickeln
  • Eltern-Kind-Beziehung stärken
  • Trauerarbeit um nicht realisierbare Zukunftswünsche
  • Möglichkeiten und Grenzen des Kindes ermitteln
  • Vaterrolle/Mutterrolle klären

Elterntraining:

  • Kompetenztraining für Eltern sozial auffälliger Kinder (KES) ein von der
    Universität Köln entwickeltes Elterntraining für Eltern von Kindern mit ADHS.

Kontakt

Sozialpädiatrisches Zentrum Rhein-Erft-Kreis

Buchenweg 9-11
50169 Kerpen

Tel.: 02273 - 91570
E-Mail: info@spz-rhein-erft-kreis.de

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